13 Feb
Heutzutage gibt es immer noch Begrifflichkeiten, die sind nicht geschützt. Das gibt auch für den Breitband-Sektor. Laut Wirtschaftsministeriums zählt die Geschwindigkeit von 1 MBit/s schon als Breitband-Internetverbindung. Dies entspräche der Geschwindigkeit von DSL 1000. Bis dato liegt das Limit für diesen Begriff gerade einmal bei 384 KBit/s.
Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, sollen Breitband-Anschlüsse bis zum Jahr 2010 im gesamten Bundesgebiet verfügbar sein. Dies ist einer der Eckpunkte der neuen Breitband-Strategie des Bundes, entsprechende Maßnahmen sollen in das zweite Konjunkturpaket aufgenommen werden. Die Bundesregierung will das Limit für die Bezeichnung „Breitband“ aufstocken. Wie das Bundeswirtschaftsministerium nun erklärt, soll dieser Maßstab demnächst auf 1 MBit/s erhöht werden.
Mit einer 1-MBit/s-DSL-Verbindung gehen zahlreiche Einschränkungen einher. Streaming-Inhalte, Video-Konferenzen und andere Anwendungen, die kontinuierliche Aktualisierungen und das Nachladen von Daten in Echtzeit erfordern, können nicht flüssig laufen. In der Regel gehen solche DSL-Anschlüsse mit einem Upstream von 128 oder 256 KBit/s einher – ein Flaschenhals, der sich schon beim VoIP-Chat störend auswirkt.
Dem Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. geht dies jedoch nicht weit genug. Tatsächlich ist einfaches DSL 1000 für viele moderne Netz-Anwendungen nicht mehr ausreichend. So ist Internet Telefonie über VoIP kaum möglich und auch größere Datei-Downloads oder der Abruf von Videos gestalten sich schwierig.
Wie weit der flächenmäßige Breitband-Ausbau in Deutschland bereits vorangeschritten ist, hangt stark von der Definition des Breitband-Begriffes ab: Während in 92 Prozent der deutschen Haushalte die Schaltung eines DSL 1000 Anschlusses möglich ist, liegt die Verfügbarkeit von DSL 2000 mit rund 70 Prozent noch deutlich niedriger.
th| Interaktiv: |
|---|
| Beitrag drucken |
| DSLtester-Forum |
| Speedtest |
Meinung oder Bewertung schreiben