Vor allem im ländlichen Bereich ist die Versorgung mit Breitband-Internetzugängen äußerst unzureichend. Es sind nach wie vor etwa 2000 ländliche Gemeinden in Deutschland ohne schnelle Internetzugänge.

Task Force

Aufgrund dieser Tatsache will die Bundesregierung eine Task Force einrichten, die sich mit diesem Problem beschäftigen soll. Die Task-Force soll mit speziellen Befugnissen ausgestattet werden, unter anderem soll sie Fördermittel des Bundes zur Verfügung stellen dürfen. Vor allem Gebiete, die von den Providern bisher als unrentabel eingestuft wurden sollen mit diesen Mitteln unterstützt werden.

Bisher mussten sich die Bürger der betroffenen Gemeinden selbst helfen, indem sie auf Alternativen zu DSL-Anschlüssen zurückgriffen, wie zum Bespiel Sky-DSL. Doch meist sind diese Alternativen erheblich teurer als die Pauschal- und Komplettangebote der Provider. Ein Internetzugang per Modem oder ISDN ist heutzutage eigentlich Niemandem mehr zumutbar. Denn viele Angebote und Anwendungen im Web 2.0 erfordern einfach eine hohe Bandbreite. Wer keinen schnellen Zugang bekommen kann ist somit eine Art Internetuser zweiter Klasse.

Hauptarbeit der Task-Force wird also ein möglichst flächendeckender Ausbau des DSL-Netzes sein. Bleibt abzuwarten, ob der Staat wirksam in den DSL-Markt eingreifen kann, um den Zustand der Breitbandversorgung in den betroffenen Gemeinden erheblich zu verbessern. Zu wünschen wäre es den Bürgern in jedem Falle.

tg