14 Jan
Es soll ja heutzutage immer noch Menschen geben, die die Deutsche Telekom und die Deutsche Post für ein und dasselbe Unternehmen halten. Dies ist bereits seit 1995 nicht mehr der Fall, als die Konzernteile privatisiert und seither als eigenständige Unternehmen fortgeführt wurden. Verbleibende Zweifler seien mit dieser jüngsten Auftragsvergabe überzeugt: Die Deutsche Post hat jetzt mit dem spanischen Telekommunikationsdienstleister Telefonica einen Dienstleistungsvertrag mit einem Gesamtvolumen von 350 Millionen Euro abgeschlossen. Auch die Deutsche Telekom hatte sich um diesen Vertrag beworben, hatte aber das Nachsehen: Grund: Die Spanier seien „..eindeutig…“ besser in ihren Angeboten gewesen, so eine Sprecherin der Deutschen Post.
Der jetzt vergebene Dienstleistungsvertrag läuft zunächst über fünf Jahre und beinhaltet die Versorgung und Ausstattung von insgesamt 125.000 Mitarbeiter an 2.400 Standorten, mit mehr als 100.000 LAN-Ports, 60.000 Festnetzgeräten, 80.000 Mobilfunkanschlüssen und 24.000 Handys bzw. Smartphones. Die Mitarbeiter verteilen sich auf insgesamt 28 europäische Länder, wobei Deutschland ausgeschlossen bleibt. In Deutschland ist die Deutsche Post nämlich noch durch einen langfristigen Vertrag an die Deutsche Telekom gebunden.
Sollten die zuständigen Kartellbehörden diesem Kontrakt zusteimmen und die Transaktion abgeschlossen sein, sollen die Dienste voraussichtlich ab Frühsommer 2009 von einem Service-Zentrum in Prag bereitgestellt werden. In Spanien werden die Dienstleistungen von der Telefonica direkt erbracht, in Großbritannien, Irland, der Tschechischen Republik und der Slowakei von der Telefonica-Tochter O2. In 23 weiteren westeuropäischen Ländern, werden die Dienste von neu zu schaffenden Einheiten oder von Lizenz-Unternehmen übernommen. Durch die Neuvergabe der Dienstleistungen soll es bei der Deutschen Post zu Kosteneinsparungen in Höhe von rund 150 Millionen Euro kommen.
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