30 Jun
Wachsende Armut bedroht unsere Gesellschaft. Die Bundesregierung hat nun den dritten Armuts- und Reichtumsbericht gebilligt, nach dem 13 Prozent der Bundesbürger in Armut leben oder unmittelbar davor stehen. Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Zuwanderer, Arbeitslose und Alleinerziehende sowie deren Kinder. Nach Meinung der Deutschen ist der Kampf gegen Kinderarmut das Thema, das die größte gesellschaftliche Herausforderung im Jahr 2008 darstellt. Dies ergab eine vom Telekommunikationsvermarkter debitel in Auftrag gegebene repräsentative TNS Infratest-Umfrage.33,1 Prozent der Befragten sehen die Kinderarmut in Deutschland als größte gesellschaftliche Herausforderung für die kommenden Monate an. Damit steht die Kinderarmut noch vor der Sorge der Deutschen um ihren Arbeitsplatz (31 Prozent). Lediglich 4,8 Prozent fürchten trotz Bankenkrise und schwankender Aktienmärkte eine Weltwirtschaftskrise.
Die Umfrageergebnisse machen außerdem deutlich, dass über die Hälfte der befragten Bürger (55,9 Prozent) am ehesten bereit sind, Geld für Kinderhilfsprogramme zu spenden. Mit großem Abstand folgen auf den Plätzen zwei und drei die Punkte Hilfe für Katastrophenopfer (14,5 Prozent) sowie Hilfe für die Dritte Welt (10 Prozent).
Das gespendete Geld sehen die Deutschen für die Kinder dieses Landes am besten in den Bereichen gesundheitlicher Versorgung (27,5 Prozent), Schaffung beruflicher Perspektiven (25,6 Prozent) sowie zur Unterstützung von Bildungsmaßnahmen (21,2 Prozent) angelegt. Perspektiven zu schaffen und den Kindern dabei zu helfen, herkunftsbedingte Barrieren zu überwinden, um einen guten Einstieg in die Gesellschaft zu finden ist damit das Hauptanliegen der Bundesbürger.
„Seit Mitte vergangenen Jahres engagiert sich debitel gezielt für Kinder und Jugendliche, die hierzulande in Armut leben. Wir haben gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) das Programm ‚Lichtpunkte’ ins Leben gerufen. Dabei geht es gerade um Hilfe zur Selbsthilfe und darum, Kindern und Jugendlichen zu einem Start in ein besseres Leben zu verhelfen“, so Oliver Steil, Vorstandsvorsitzender der debitel Group. „Das Ergebnis der Umfrage zeigt, dass wir mit diesem Engagement den Nerv vieler Menschen treffen“, so Steil weiter.
„Lichtpunkte“ fördert einzelne Projekte, bei denen unterschiedliche Initiativen, Privatpersonen und andere Akteure vor Ort zusammenarbeiten und mit ihrem Engagement Kindern in Armut neue Perspektiven aufzeigen und ihnen dabei helfen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Thematisch stehen bei dem Programm vor allem der Zugang zu Bildung, zu beruflichen Perspektiven, aber auch Grundzüge zur gesundheitlichen Versorgung und Ernährung im Vordergrund. Allesamt Punkte, die auch den Befragten der Umfrage besonders wichtig sind.
Die hier genannten Zahlen sind das Ergebnis einer Studie des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag der debitel Group. Der Befragungszeitraum war der 23. bis 25. Februar 2008. Es wurden insgesamt 1.000 Personen befragt.
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