31 Mai
Nach der Übernahme von Debitel, mit der freenet eine Übernahme seinerseits durch United Internet und Drillisch verhindern konnte, befindet sich das Unternehmen in einem Freudentaumel. Schon lange hatte man ein Auge auf Debitel, trotz dessen hoher Verschuldung, geworfen. Nun scheint die Übernahme perfekt, da auch das Bundeskartellamt die Übernahme bestätigte und das Landgericht Kiel weitere Angriffe durch United Internet abblockte. Und die Freude hält weiter an, da freenet-Chef Eckhard Spoerr nun glücklich und zufrieden verkünden konnte, dass die Verfügbarkeit des freenet-Angebotes nun bei 98 Prozent aller deutschen Haushalte liege.
Man fühle sich als „moralischer Marktführer“ denn man sei schließlich im August 2006 gestartet, als erster Anbieter am Markt jedem deutschen Verbraucher einen leistungsfähigen Telefon- und Internetanschluss zu äußerst günstigen Konditionen anbieten zu können. “Heute ist Deutschland komplett grün, und wir haben unser Ziel erreicht.”, so Claas Voigt, Leiter Internet Access der freenet AG, freudig. Kontinuierlich sei seit dem Start von freenetKomplett an der Erschließung weiterer Anschlussgebiete gearbeitet worden.
Deshalb hat man sich kurzerhand für seine Neukunden ein Schmankerl ausgedacht. Jeder der sich ab sofort für ein freenetKomplett-Angebot entscheidet bekommt eine 50 Euro-Gutschrift, die im Zeitraum von 10 Monaten auf das Kundenkonto angerechnet wird. Somit kostet ein freenet-Komplett-Angebot in den ersten 10 Monaten fünf Euro weniger, als der reguläre Preis. Auch eine Servicegarantie gibt es gratis dazu, falls es bei der Installation Probleme geben sollte gibt eine kostenlose Hotline Hilfestellung und auch durch einen Techniker, der falls notwendig die Probleme direkt vor Ort löst, entstehen keine weiteren Kosten.
Trotz all der Freude sollte man bei freenet nicht zu überschwenglich werden, denn man musste in letzter Zeit einen hohen Kundenverlust hinnehmen. Rund 90.000 DSL-Kunden kündigten ihre Verträge bei freenet. Außerdem steht das DSL-Geschäft von freenet ja eigentlich schon seit längerem zum Verkauf, um damit die Übernahme von Debitel mitzufinanzieren. Und dass man sich derzeit neu am Markt orientiert ist offensichtlich, denn ansonsten hätte man Debitel nicht übernehmen müssen. Offenbar sieht man die Zukunft des Unternehmens eher im Mobilfunkbereich als im DSL-Geschäft.
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