2007 war das Jahr der fallenden Preise im DSL-Geschäft. Die Kunden profitieren davon, doch für die Anbieter bedeutet das weiter schwindende Margen. Aufgrund dieser Tatsache sind alle Anbieter dazu gezwungen ihre Netzauslastungen weiter zu erhöhen.

Bereits Ende letzten Jahres kaufte United Internet 20 Prozent von Versatel und zeigt damit, dass die Zukunft der Provider in der Fusion liegt. Die geplante Übernahme von Freenet durch den Dachkonzern von 1&1, gmx & web.de konnte allerdings durch hartnäckige Wehr seitens Freenet abgewendet werden.

Die spanische Telefónica verfügt zwar über ein gut ausgebautes Festnetz, konnte aber ihre Tochter O2 nicht in diesem Marktsegment platzieren und die Marke wird weiterhin hauptsächlich als Mobilfunk-Provider wahrgenommen. Durch weitere Zukäufe bei der Telecom Italia (Telefónica hält bereits 10%) könnte man duch Alice DSL einen starken Marktteilnehmer schlucken und sich gut im DSL-Geschäft platzieren.

Sollten diese Zukäufe wirklich gelingen, hätten wir bald eine ähnliche Situation wie im Mobilfunk-Markt: Drei große Anbieter (Deutsche Telekom, United Internet & Telefónica) teilen sich den Kuchen und werden sicherlich nicht durch Preisdumping auffällig werden.

rocas