Auch eine Krise kann als Chance verstanden werden – das denkt sich derzeit wohl auch O2-Manager André Schloemer, der nun wohl auf antizyklische Werbung setzt. „Wir haben entschieden, den Werbeetat in diesem Jahr signifikant zu erhöhen“, erklärt André Schloemer, Vice President Brand Management bei Telefónica O2 Germany.
 
Dem Vernehmen nach sollen die Werbeausgaben, die sich laut Nielsen Media Research 2008 auf knapp 110 Millionen Euro brutto summierten, um einen zweistelligen Prozentsatz ansteigen. Allein für den öffentlichkeitswirksam mit Kritzelzeichnungen – den so genannten „Doodles“ – auf Fassaden, Plakaten und Zeitungen angeteasten ersten Flight der neuen Tarifkampagne steht bis Ende August ein deutlich achtstelliger Betrag zur Verfügung.
 
„Wir glauben, mit O2 die Grundbedürfnisse aller Handynutzer abzudecken und konzentrieren uns in der Werbung für unsere Voice-Produkte daher voll und ganz auf diesen neuen Tarif“, so Schloemer.

Von der Etataufstockung werden vor allem die Medien Plakat und Internet profitieren. Die Spendings sollen hier spürbar ansteigen. Auch die Shops spielen im neuen Kampagnenkonzept eine bedeutende Rolle: „Der gesamte Point of Sale wird doodeln”, so Schloemer. Dank der Erhöhung des Gesamtetats wird aber nirgendwo eingespart.
 
„Die Spendings für TV und Print werden sich in etwa auf dem gleichen Niveau bewegen wie 2008“, so Schloemer. Darüber hinaus setzt O2 verstärkt auf neue Werbeformen: „Das nicht klassische Media, wie Guerilla-Marketing und Social Media, wird massiv an Bedeutung gewinnen.“

th