Die deutsche Telekom AG hat dem Druck der Wettbewerbsbehörden nachgegeben und einen Antrag bezüglich der entbündelten Bitstream-Zugänge bei der Bundesnetzagentur zur Prüfung und Genehmigung eingereicht. Die Kosten für einen solchen Zugang sollen sich auf 24,79 € belaufen.

Was ist ein Bitstream-Zugang?

Ein Bitstream-Zugang ist ein sogenannter entbündelter DSL-Zugang, welcher ohne zwingenden Telefonanschluss der deutschen Telekom AG angeboten wird. Der DSL-Anschluss ist im Prinzip nackt, allerdings ist VoIP möglich, das bedeutet er kann, mit entsprechender Hardware, auch zum telefonieren benutzt werden.

Wer profitiert von den entbündelten DSL-Zugängen ?

Hauptsächlich Provider ohne eigenes Breitbandnetz profitieren von entbündelten DSL-Zugängen, da sie dadurch künftig in der Lage sind eigene Komplettanschlussangebote auf den Markt zu bringen. Durch diese Maßnahme der Regulierungsbehörden soll der Wettbewerb weiter angeheizt werden. Dadurch profitiert natürlich letztendlich auch der Endverbraucher, da er sich auf ein größeres Angebot und damit vermutlich auch auf weiterhin sinkende Preise freuen darf.

Warum muss die Telekom einen solchen Antrag stellen ?

Als ehemaliger Monopolist im Telekommunikationsbereich in Deutschland ist die Telekom AG nach wie vor verpflichtet sich bestimmte Gebühren von der Bundesnetzagentur genehmigen zu lassen. Einzelne Telefongebühren pro Minute im In- und Ausland zählen nicht mehr dazu, jedoch die Vorlage völlig neuer Tarifkonzepte im Telefon- wie auch im Internetbereich. Somit liegt der Fall hier klar auf der Hand. Die Behörde hat der Telekom auferlegt ihren Wettbewerbern einen solchen Anschluss zur Verfügung zu stellen.

Die Regulierungsbehörde muss nun nach einer zehnwöchigen Frist auf den Antrag reagieren. Das Angebot der Telekom liegt im europäischen Vergleich im unteren Preissegment.

tg