6 Jan
Das Jahr 2009 ist geprägt von Kosteneinsparung und Neueinstellungen – jedenfalls, wenn es nach Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger geht. „Wir werden in großem Umfang neue Mitarbeiter zur Telekom holen. Geplant sind deutlich über 3000 Einstellungen“, gab er bekannt. Das große Aber folgte jedoch mit Blick auf eine sich verschlimmernde Finanz- und Wirtschaftskrise. Dies gelinge nur, wenn entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen würden. Dennoch: Der Umbau innerhalb der Telekom wird fortgesetzt, wie Sattelberger betont. Das bedeutet auch, dass sich die Beschäftigten ihres bislang bestehenden Arbeitsplatzes nicht immer sicher sein können: „Die sozialverträgliche Anpassung wird weitergehen wie in den Jahren zuvor. Dass die Telekom in ihren Beschäftigtenstrukturen kleiner werden muss, ist allseits bekannt“, meinte Sattelberger. Dies wolle man aber gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern bewältigen.
Für Sattelberger bedeutet dies aber insgesamt, dass die Telekom mit dem „Aufbau, Umbau und Abbau von Arbeitsplätzen“ gut vorankomme. Zudem werde, wenn die Regierung die regulatorischen Voraussetzungen schaffe, der Ausbau des Glasfasernetzes weitere Arbeitsplätze schaffen: „Genau in diesem Bereich bringen Investitionen unmittelbare Wachstumsimpulse mit Beschäftigungseffekten, je nachdem wie viele Haushalte man mit dem Netz abdeckt. Ich würde schätzen, dass wir bei einem mittleren Ausbauszenario mehr als 25.000 Arbeitplätze schaffen können. Die Jobs würden nicht nur bei der Telekom entstehen, sondern auch in anderen Branchen, etwa im Tiefbau.“ Der Glasfaserausbau habe auf jeden Fall einen Beschäftigungseffekt von vielen tausend Stellen bei der Telekom selbst, diese Arbeitsplätze seien über Jahre gesichert.
Telekom-Chef René Obermann hatte Mitte Dezember nach dem Wirtschaftsgipfeltreffen im Bundeskanzleramt angeboten, die Wirtschaft mit eigenen Milliardeninvestitionen zu stützen – wenn es dafür günstigere Regelungen bei der Regulierung gebe. Obermann forderte im Gegenzug für einen beschleunigten Ausbau des Glasfaserkabelnetzes „leicht erhöhte Vorleistungspreise“ vor allem für Konkurrenten, wenn sie die letzten Meter der Kupferleitung in die Haushalte von der Telekom mieten. Die hohen Investitionen könne die Telekom nur stemmen, „wenn die Rahmenbedingungen stimmen, und dazu zählt in erster Linie eine insgesamt investitionsfreundlichere Regulierung“.
th| Interaktiv: |
|---|
| Beitrag drucken |
| DSLtester-Forum |
| Speedtest |
Meinung oder Bewertung schreiben