23 Feb
Ob sich die Übernahme des Konkurrenten Debitel im Jahr 2008 für die Freenet AG gelohnt hat, muss sich zeigen. Der Telekomanbieter hat im vergangenen Jahr einen Umsatzsprung, gleichzeitig aber einen Gewinnrückgang verbucht. Laut den veröffentlichten Unternehmenszahlen betrug der Konzernumsatz fast 2,874 Milliarden Euro nach knapp 1,691 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) ging von 213,7 Millionen Euro im Jahr 2007 auf aktuelle 207,1 Millionen Euro zurück.
Das ist für Insider nicht verwunderlich. Befindet sich das Unternehmen doch gegenwärtig in einer tief greifenden Umbauphase. Dazu gehören sowohl die Integration bereits übernommener Unternehmen, die Verlagerung von Aufgaben zwischen den verschiedenen Standorten als auch der Abbau von rund 1.000 Arbeitsplätzen. Diese „innere Unruhe“ spiegelt sich auch in den veröffentlichten Zahlen wieder, die für 2007 neu berechnet wurden. Dabei geht es um Veränderungen in der Bilanzierung nach der Debitel-Übernahme. Zudem wurden Rückstellungen für die Umstrukturierung gebildet, die im Mobilfunkbereich zu Einmalaufwendungen von 73,5 Millionen Euro führten.
Im Konzernergebnis, das eine eher buchhalterische Größe darstellt, unterscheidet Freenet zwischen den Geschäftsbereichen, die weitergeführt werden sowie den aufgegebenen Geschäftsbereichen. Dazu zählt das DSL-Geschäft, das zum Verkauf steht, sowie die verkaufte Gesellschaft Debitel Nederland. Während die aufgegebenen Geschäftsbereiche einen Verlust von knapp 37 Millionen Euro einfuhren, machten die weitergeführten Bereiche 148 Millionen Euro Gewinn. Unter dem Strich steht so ein Konzernergebnis von 112 Millionen Euro, nach einem Verlust von 51 Millionen Euro im Jahr zuvor.
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